Schweinfurter Tagblatt,
23.11.1994
Hauptziel: Gestaltung des Umfeldes im Leo
Förderverein geboren
Das Umfeld der Patienten angenehmer zu gestalten ist
erklärtes
Ziel des Vereins der Freunde und Förderer des Leopoldina-Krankenhauses.
Vorsitzender ist Jürgen Ditges.
Professor Dr. Hartwig Bülow fungiert
als Stellvertreter, Klaus Stapf kümmert sich um die Kasse, der Ärztliche
Direktor des Leo, Professor Dr. Anton Rothhammer, und Betriebsdirektor
Horst
Becher
komplettieren den Vorstand.
Ditges erinnerte gestern an die bei einer Chefärzte-Konferenz
formulierte Idee, die Schweinfurter Bürger aufgegriffen hätten. Hauptziel des
Vereins sei, "das Arbeiten des Leo im Rahmen der Gesundheitspflege zu unterstützen".
Für die soziale Komponente - eine der beiden Zielrichtungen - nannte Ditges
mit Unterstützung Bülows und Bechers mehrere Beispiele vorstellbarer
Hilfen, die
deshalb nötig seien, weil vom Pflegesatz nicht getragen. In der Kinderklinik
will man einen Aufenthaltsraum für Eltern einrichten, die ihre Kinder betreuen,
im Patientengarten könnten überdachte Sitze angeschafft, Spielsachen für kleine
Patienten gekauft werden. Im medizinischen Bereich ist an die Anschaffung eines
Kommunikationssystems für beatmete Patienten (Schriftband) gedacht, die Neurologie
benötigt einen Sprach-Training-Computer.
Mitglied im Förderverein kann jeder werden, der einen Jahresbeitrag
von 50 DM aufbringen kann. Man hofft, viele Mitglieder unter den zufriedenen
Patienten zu finden, baut auch auf deren Spendenbereitschaft, rechnet mit Unterstützung
des Handels und der Industrie sowie der Zulieferen. Der Verein sieht sich als
Partner der Stadt, werde aber keinesfalls Defizite des laufenden Krankenhausbetriebes
ausgleichen, betonte Ditges. Vor der gestrigen offiziellen Präsentation zählte
der Leo-Förderverein schon 40 Mitglieder.
HH
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